Schlaeppchen_selbst_naehen

Schläppchen selbst nähen

Schritt für Schritt zu einzigartigen Schuhen

Schuhe nähen klingt erst einmal total kompliziert. Alex zeigt euch eine gute und einfache Einstiegsmöglichkeit in dieses Thema. Das Besondere daran ist nicht nur, dass diese Turnschläppchen an die Fußform des Trägers angepasst werden können, sondern dass auch der Stoff individuell designt werden kann.
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  • Fußform zeichnen
    Zunächst zeichnet ihr die Fußform auf ein Blatt Papier. Am besten macht ihr das abends, denn da sind die Füße vom Stehen etwas größer. Stellt denjenigen, für den die Schuhe sind barfuß auf ein weißes Blatt Papier und zeichnet den Umriss mit einer Kugelschreibermiene ab. Die Miene sollte dabei stets ganz gerade gehalten werden.

  • Schnittmuster ausarbeiten
    Als erstes wird nun die Zehenkante begradigt und der Abroll- und eventuelle Zuwachsspielraum hinzugefügt. Alex hat hier etwa 1,5cm zugegeben. Im nächsten Schritt wird das Schnittmuster konstruiert. Alex hat das nach der Anleitung von Jana Bosana für ein 4 in 1 Schnittmuster gemacht. Die erforderlichen Maße am Schuh entnehmt ihr der entsprechenden Anleitung. Zeichnet auf jeden Fall die vordere Mitte und die Fersenmitte in euer Schnittmuster ein und übertragt diese dann auch immer mit auf den Stoff. Daran orientiert ihr euch später beim Zusammennähen. Wichtig: Füße sind unterschiedlich. Überprüft daher, ob die Fußform und die Maße beider Füße ähnlich oder stark abweichend sind. Bei letzterem ist es ratsam, für jeden Fuß ein eigenes Schnittmuster zu erstellen.

  • Schnittteile abpausen
    Paust die Schnittteile auf ein neues Blatt Papier ab und schneidet sie aus. Nicht vergessen, die Teile entsprechend zu kennzeichnen.

  • Probeschuh
    Als nächstes folgt ein Probeschuh. Alex nutzt dafür ein Bodenwischtuch. Das bringt die nötige Stabilität mit, ist günstig und gut zu verarbeiten. Der Oberschuh benötigt an der Kante, an der er mit der Sohle verbunden wird, eine Nahtzugabe (NZG) von etwa 1cm. An der Ferse und im Einstieg kann beim Probeschuh auf die NZG verzichtet werden. Bei der Sohle fügt ihr ringsherum eine NZG von etwa 1cm hinzu und schneidet beide Teile aus.

  • Stabilität hinzufügen
    Damit der Einstieg später schön anliegt und die nötige Stabilität hat, wird ein elastischer Einfassstreifen/Falzgummi angenäht. Der Streifen wird unter leichtem Zug auf den ungedehnten Oberstoff mit einem Geradstich angenäht. Damit die Nähmaschine keine Schwierigkeiten beim Transport bekommt, müsst ihr gegebenenfalls mit der anderen Hand nach hinten leicht gegenziehen

  • Fersennaht schließen
    Um die Fersennaht zu schließen, werden beide Kanten bündig aneinandergelegt und mit einem breiten Zickzackstich verbunden.

  • Fertige Ferse
    So sieht die Ferse dann von der Seite aus.

  • Sohle und Oberschuh verbinden
    Steckt nun die Sohle an den Oberschuh und näht beide Teile entlang der Nahtlinie zusammen. Hier muss man genau arbeiten, da sonst die Schuhform am Ende nicht passt.

  • Nahtzugabe etwas kürzen
    Schneidet die NZG knapp zurück und wendet anschließend den Schuh.

  • Passform überprüfen
    Überprüft die Passform, bevor ihr nun mit dem eigentlichen Schuh startet.

  • Stoffauswahl
    Für das Turnschläppchen können sowohl unelastische als auch leicht elastische Stoffe verwendet werden. Bei stark elastischen Stoffen ist zwar mehr Platz für die Zehen, aber der Halt am Fuß ist eventuell nicht mehr so gut. Alex hat sich hier für einen Leinen/Baumwollcanvas entschieden. Das Stoffstück sollte groß genug sein, dass euer Schnittteil für den Oberschuh zweimal mit NZG darauf passt.

  • Farbauswahl
    Jetzt wird es bunt! Alex dafür die Fabric Spray Paints von Tulip Color verwendet.

  • Stoff einsprühen
    Zunächst hat sie den Stoff kräftig mit allen Farben des Regenbogens eingesprüht. Drückt ihr schnell auf den Sprühkopf, kommt ein feiner Nebel, drückt ihr langsam kommen eher dicke Tropfen. So lassen sich verschiedene Details schaffen.

  • Feinheiten
    Nach dem Trocknen hat Alex noch Spritzer in schwarz und weiß ergänzt.

  • Oberschuh ausschneiden
    Schneidet den Oberschuh zweimal (je einmal gegengleich) aus dem Oberstoff aus. Dieses Mal benötigt ihr im Gegensatz zum Probeschuh an der Fersennaht eine NZG von 1cm. Diese Naht wird als erstes geschlossen.

  • Naht versäubern
    Da der Stoff ausfransen würde, ein Versäubern die Naht hinten an der Ferse aber sehr dick und damit eventuell unangenehm machen würde, hat Alex sich dafür entschieden, die NZG mit einem Textilkleber auseinander zu kleben. So können die Stoffenden nicht mehr ausfransen und die Naht ist hinten schön flach.

  • Glitzer hinzufügen
    Quasi im letzten Moment hat sich Alex noch dafür entschieden, dass der Schuh Glitzer braucht. Mit einem Hintergrundstempel von My Favorite Things und dem Versamark Stempelkissen hat sie Muster auf den Stoff gestempelt. Hier seid ihr natürlich völlig frei, welchen Hintergrundstempel ihr nehmt.

  • Embossingpulver für den Glitzer
    Darüber hat sie das Embossingpulver „Clear Hologram Sparkle“ von WOW! gestreut und mit dem Heißluftfön geschmolzen.

  • Falzgummi annähen
    Nun aber zurück an die Nähmaschine! Um die Länge des Falzgummis zu ermitteln, hat Alex den Umfang des Einstiegs ausgemessen und die Länge mit 0,85 multipliziert. Bitte testet zuvor, wie elastisch euer Falzgummi ist. Eventuell müsst ihr bei geringerer Dehnbarkeit einen größeren Faktor wählen. Ergänzt eine NZG von 0,7-1cm pro Seite und schließt das Falzgummi zu einem Ring.

  • Falzgummi annähen
    Steckt das Falzgummi am Einstieg fest. Achtet darauf, dass es im Fersenbereich etwas weniger stark gedehnt wird, als vorne am Fuß. Näht das Falzgummi anschließend mit einem Geradstich knappkantig an.

  • Sohle
    Als nächstes hat Alex die Sohle inklusive NZG zugeschnitten. Dafür hat sie ein wasserdichtes, einseitig gummiertes Material („Antirutschstoff“) genommen, das häufig für Taschen- oder Rucksackböden eingesetzt wird. Es geht aber auch Strukturvinyl oder Leder (wenn der Schuh nicht nass wird).

  • Sohle
    Steckt die Sohle rechts auf rechts an den Oberschuh und achtet darauf, dass sich die Markierungen der Mitten treffen (siehe auch Punkt 3).

  • Teile zusammenstecken
    So sollte das dann aussehen, wenn ihr beide Teile zusammengesteckt habt.

  • Sohle und Oberschuh zusammennähen
    Näht Sohle und Oberschuh mit einem Geradstich zusammen. Schneidet anschließend die NZG der Sohle knapp zurück und schneidet die NZG des Oberschuhs an den Kurven an den Zehen und an der Ferse mit Dreiecken ein.

  • Letzte Details
    Klebt mit dem Textilkleber die NZG des Oberschuhs nach oben auf den Oberschuh. So franst nichts aus und die NZG stört auch nicht im Schuh.

  • Schuh wenden
    Nun wird der Schuh nur noch gewendet und ihr seid fertig. Wiederholt alle Schritte für den zweiten Schuh. Viel Spaß dabei wünscht euch Alex.

Fußform zeichnen

Zunächst zeichnet ihr die Fußform auf ein Blatt Papier. Am besten macht ihr das abends, denn da sind die Füße vom Stehen etwas größer. Stellt denjenigen, für den die Schuhe sind barfuß auf ein weißes Blatt Papier und zeichnet den Umriss mit einer Kugelschreibermiene ab. Die Miene sollte dabei stets ganz gerade gehalten werden.



Schnittmuster ausarbeiten

Als erstes wird nun die Zehenkante begradigt und der Abroll- und eventuelle Zuwachsspielraum hinzugefügt. Alex hat hier etwa 1,5cm zugegeben. Im nächsten Schritt wird das Schnittmuster konstruiert. Alex hat das nach der Anleitung von Jana Bosana für ein 4 in 1 Schnittmuster gemacht. Die erforderlichen Maße am Schuh entnehmt ihr der entsprechenden Anleitung. Zeichnet auf jeden Fall die vordere Mitte und die Fersenmitte in euer Schnittmuster ein und übertragt diese dann auch immer mit auf den Stoff. Daran orientiert ihr euch später beim Zusammennähen. Wichtig: Füße sind unterschiedlich. Überprüft daher, ob die Fußform und die Maße beider Füße ähnlich oder stark abweichend sind. Bei letzterem ist es ratsam, für jeden Fuß ein eigenes Schnittmuster zu erstellen.



Schnittteile abpausen

Paust die Schnittteile auf ein neues Blatt Papier ab und schneidet sie aus. Nicht vergessen, die Teile entsprechend zu kennzeichnen.



Probeschuh

Als nächstes folgt ein Probeschuh. Alex nutzt dafür ein Bodenwischtuch. Das bringt die nötige Stabilität mit, ist günstig und gut zu verarbeiten. Der Oberschuh benötigt an der Kante, an der er mit der Sohle verbunden wird, eine Nahtzugabe (NZG) von etwa 1cm. An der Ferse und im Einstieg kann beim Probeschuh auf die NZG verzichtet werden. Bei der Sohle fügt ihr ringsherum eine NZG von etwa 1cm hinzu und schneidet beide Teile aus.



Stabilität hinzufügen

Damit der Einstieg später schön anliegt und die nötige Stabilität hat, wird ein elastischer Einfassstreifen/Falzgummi angenäht. Der Streifen wird unter leichtem Zug auf den ungedehnten Oberstoff mit einem Geradstich angenäht. Damit die Nähmaschine keine Schwierigkeiten beim Transport bekommt, müsst ihr gegebenenfalls mit der anderen Hand nach hinten leicht gegenziehen



Fersennaht schließen

Um die Fersennaht zu schließen, werden beide Kanten bündig aneinandergelegt und mit einem breiten Zickzackstich verbunden.



Fertige Ferse

So sieht die Ferse dann von der Seite aus.



Sohle und Oberschuh verbinden

Steckt nun die Sohle an den Oberschuh und näht beide Teile entlang der Nahtlinie zusammen. Hier muss man genau arbeiten, da sonst die Schuhform am Ende nicht passt.



Nahtzugabe etwas kürzen

Schneidet die NZG knapp zurück und wendet anschließend den Schuh.



Passform überprüfen

Überprüft die Passform, bevor ihr nun mit dem eigentlichen Schuh startet.



Stoffauswahl

Für das Turnschläppchen können sowohl unelastische als auch leicht elastische Stoffe verwendet werden. Bei stark elastischen Stoffen ist zwar mehr Platz für die Zehen, aber der Halt am Fuß ist eventuell nicht mehr so gut. Alex hat sich hier für einen Leinen/Baumwollcanvas entschieden. Das Stoffstück sollte groß genug sein, dass euer Schnittteil für den Oberschuh zweimal mit NZG darauf passt.



Farbauswahl

Jetzt wird es bunt! Alex dafür die Fabric Spray Paints von Tulip Color verwendet.



Stoff einsprühen

Zunächst hat sie den Stoff kräftig mit allen Farben des Regenbogens eingesprüht. Drückt ihr schnell auf den Sprühkopf, kommt ein feiner Nebel, drückt ihr langsam kommen eher dicke Tropfen. So lassen sich verschiedene Details schaffen.



Feinheiten

Nach dem Trocknen hat Alex noch Spritzer in schwarz und weiß ergänzt.



Oberschuh ausschneiden

Schneidet den Oberschuh zweimal (je einmal gegengleich) aus dem Oberstoff aus. Dieses Mal benötigt ihr im Gegensatz zum Probeschuh an der Fersennaht eine NZG von 1cm. Diese Naht wird als erstes geschlossen.



Naht versäubern

Da der Stoff ausfransen würde, ein Versäubern die Naht hinten an der Ferse aber sehr dick und damit eventuell unangenehm machen würde, hat Alex sich dafür entschieden, die NZG mit einem Textilkleber auseinander zu kleben. So können die Stoffenden nicht mehr ausfransen und die Naht ist hinten schön flach.



Glitzer hinzufügen

Quasi im letzten Moment hat sich Alex noch dafür entschieden, dass der Schuh Glitzer braucht. Mit einem Hintergrundstempel von My Favorite Things und dem Versamark Stempelkissen hat sie Muster auf den Stoff gestempelt. Hier seid ihr natürlich völlig frei, welchen Hintergrundstempel ihr nehmt.



Embossingpulver für den Glitzer

Darüber hat sie das Embossingpulver „Clear Hologram Sparkle“ von WOW! gestreut und mit dem Heißluftfön geschmolzen.



Falzgummi annähen

Nun aber zurück an die Nähmaschine! Um die Länge des Falzgummis zu ermitteln, hat Alex den Umfang des Einstiegs ausgemessen und die Länge mit 0,85 multipliziert. Bitte testet zuvor, wie elastisch euer Falzgummi ist. Eventuell müsst ihr bei geringerer Dehnbarkeit einen größeren Faktor wählen. Ergänzt eine NZG von 0,7-1cm pro Seite und schließt das Falzgummi zu einem Ring.



Falzgummi annähen

Steckt das Falzgummi am Einstieg fest. Achtet darauf, dass es im Fersenbereich etwas weniger stark gedehnt wird, als vorne am Fuß. Näht das Falzgummi anschließend mit einem Geradstich knappkantig an.



Sohle

Als nächstes hat Alex die Sohle inklusive NZG zugeschnitten. Dafür hat sie ein wasserdichtes, einseitig gummiertes Material („Antirutschstoff“) genommen, das häufig für Taschen- oder Rucksackböden eingesetzt wird. Es geht aber auch Strukturvinyl oder Leder (wenn der Schuh nicht nass wird).



Sohle

Steckt die Sohle rechts auf rechts an den Oberschuh und achtet darauf, dass sich die Markierungen der Mitten treffen (siehe auch Punkt 3).



Teile zusammenstecken

So sollte das dann aussehen, wenn ihr beide Teile zusammengesteckt habt.



Sohle und Oberschuh zusammennähen

Näht Sohle und Oberschuh mit einem Geradstich zusammen. Schneidet anschließend die NZG der Sohle knapp zurück und schneidet die NZG des Oberschuhs an den Kurven an den Zehen und an der Ferse mit Dreiecken ein.



Letzte Details

Klebt mit dem Textilkleber die NZG des Oberschuhs nach oben auf den Oberschuh. So franst nichts aus und die NZG stört auch nicht im Schuh.



Schuh wenden

Nun wird der Schuh nur noch gewendet und ihr seid fertig. Wiederholt alle Schritte für den zweiten Schuh. Viel Spaß dabei wünscht euch Alex.


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