Art Journal Seite gestalten mit Reispapier
Mit Reispapier Hintergründe gestalten
Reispapier ist ein dünnes, meist bedrucktes Papier, welches ihr vielfältig in euren Projekten verwenden könnt. Anke zeigt euch in diesem Beitrag, wie sie Reispapier als Basis ihrer Art Journal Seiten verwendet. Dieser Prozess lässt sich ebenfalls auf Karten- oder Umschlaggestaltung anwenden. Die Schritte sind dieselben. Taucht ein in eine bunte Welt aus vielfältigen Möglichkeiten.
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Anleitung
Als Erstes wählt ihr euer Reispapier aus. Neben hübschen Hintergründen und Mustern hat das Papier meistens ein Thema oder ist Teil einer Kollektion. Anke verwendet ein Reispapier Set von Ciao Bella „Book Lovers“. Hierfür benötigt ihr speziellen Kleber, der nach dem Trocknen nicht klebrig ist. Anke empfiehlt einen Kleber mit mattem Finish, da alles glänzende Gefahr läuft, zusammenzukleben. (Das ist bei glänzender Acrylfarbe ähnlich.) Mod Podge hat sich sehr gut bewährt, aber auch handelsüblicher Serviettenkleber.
Zudem benötigt ihr am besten Aquarellpapier oder etwas stärkeres Mixed Media Papier, da bei dieser Technik Wasserfarben zum Einsatz kommen. Nutzt aber gerne das, was ihr dahabt. Anke verwendet noch Schablone und Strukturpaste. Wenn ihr sowas nicht besitzt, lasst es einfach weg.

Nun wählt ihr den gewünschten Ausschnitt aus. Dieses Reispapier hat das Format A5 – ebenso wie das Aquarellpapier. Ein solches Design wie hier macht es euch einfach. Auf dem Blatt ist sowohl ein Motiv für den Hintergrund gedruckt, aber auch ein Fokuspunkt. Das macht sich Anke zu Nutze. Sie wird die lesende Frau später als Fokus verwenden.
Reispapier könnt ihr ganz normal schneiden, aber auch reißen. Anke empfiehlt den Bereich mit Pinsel und Wasser umranden, den ihr abtrennen wollt. Feucht lässt sich das Papier besser reißen und bleibt auf der Linie, die ihr vorgegeben habt.

Habt ihr euren gewünschten Hintergrund, geht es auch schon ans Kleben. Ihr könnt euch vorher eine Skizze von eurer Designidee machen, oder einfach schauen, wo euch der Prozess hinführt. Ein ungefährer Plan hilft jedoch immer.
Anke trägt den Kleber mit einem Schaumstoffpinsel auf. Ganz normale Pinsel gehen auch. Verwendet aber eher ältere Pinsel, denn wenn etwas Kleber in den Borsten zurückbleibt, wir er hart und der Pinsel etwas steif.

Tragt den Kleber auf die Bereiche auf, wo ihr später das Reispapier haben wollt. Legt das Reispapier über den Bereich und fahrt mit einer weiteren Kleberschicht über das Papier. Das hat den Vorteil, dass es somit versiegelt ist und ihr ohne Probleme mit Farben, Markern und Pasten darüber arbeiten könnt.

Während der Hintergrund trocknet, könnt ihr euch eurem Fokuspunkt annehmen, z. B. ein Stempelmotiv ausschneiden, Ephemera heraussuchen oder (wie Anke) den zweiten Teil des Reispapiers auf ein Reststück Aquarellkarton kleben. Dies tut ihr genau wie im vorigen Schritt. Lasst beides gut trocknen und wascht derweil euren Pinsel aus.

Um die Kanten etwas zu verwischen, nutzt Anke Acrylfarbe. Dabei achtet sie darauf, dass die Farbtöne ungefähr zu denen des Reispapiers passen. Diese trägt sie frei auf das Blatt auf. Oft kommt dabei nicht nur ein Pinsel zum Einsatz, sondern auch Spachtel oder Finger. Schaut wie es euch gefällt. Acrylfarbe ist dahingehend sehr praktisch. Solange sie feucht ist, könnt ihr sie mit einem feuchten Tuch wieder abtragen (wenn ihr zu viel vom Motiv zugemalt habt), ist sie aber einmal trocken, könnt ihr immer wieder drüber malen, sollte euch ein Farbton mal nicht gefallen.
Tipp: Lasst euch nicht von etwaigen unansehnlichen Zwischenschritten abschrecken. Das ist normal. Bei Anke sieht es auch sehr oft wüst auf dem Blatt aus. Macht einfach weiter. Wenn ihr im Moment aber keine Muse mehr habt, dann lasst es eine Nacht liegen und schaut mit frischem Blick drauf.


Gibt es doch ein paar Stellen, mit denen ihr nicht so zufrieden seid, eignen sich Schablonen wunderbar, um sie zu kaschieren. Hierfür wählt am besten ein eher großflächiges Motiv und weiße Paste. Anke empfiehlt die Volume Paste von Stamperia. Sie ist sehr gut formstabil und die erhabene Haptik, sorgt für ein hübsches Detail.
Tragt das Muster nach Gefühl auf – am besten aber an den Stellen, wo Acrylfarbe und Reispapier ineinander übergehen.

Nun wird’s bunt! Diesen Schritt könnt ihr – je nach Vorlieben – weglassen. Aber da Anke Farben gerne mag und es zum Thema der Seite passt, kommen nun Aquarellfarben zum Einsatz. Anke verwendet gerne die von Pébéo, da die Farben schön kräftig leuchten. Aber Achtung: diese Farben verhalten sich eher wie flüssige Tinten als wie klassische Aquarellfarbe. Gebt für den Anfang die Farbe nicht direkt aus der Pipette aufs Blatt, da zu viel Farbe auf dem Papier (gerade, wenn der Untergrund eher trocken ist) eher zu Farbpunkten, als zu Verläufen führt. Bei zu dünnem Papier kann sie auch druchdrucken. Zudem kann sich zu viel Farbe auf dem Papier beim Weiterarbeiten wieder anlösen. Nehmt also die Farbe lieber von einer Palette mit dem Pinsel auf und gebt sie auf die entsprechenden Stellen.


Damit alles einheitlich ist, verwendet Anke dieselben Farben auch auf dem Fokuspunkt. Da der Druck des Motivs eher gedeckt und im Vintage-Stil gehalten ist, wird er durch das Auftragen der Farben etwas kräftiger. Deswegen ist es auch wichtig, den Serviettenkleber auch auf dem Motiv anzubringen, so wird das Papier nicht beschädigt.

Bei Anke darf etwas Glimmer und Gold nicht fehlen. Es verpasst dem Projekt das gewisse Etwas. Hier hat Anke eine der Lunar Pasten von Simon Hurley Create verwendet. Diese trägt sie an der Stelle auf, wo der Fokuspunkt hinsoll. So wird dieser noch etwas mehr hervorgehoben.

Nun ist der Hintergrund fertig.

Bevor ihr alles zusammenklebt, empfiehlt Anke, eure Elemente bzw. den Fokuspunkt einmal auf die Seite zu legen, um zu schauen, ob alles passt und ausbalanciert ist.


Passt alles, könnt ihr eure Elemente aufkleben. Noch ein paar Highlights und Rahmen um die Schriften und fertig ist die Art Journal Seite. Ihr könnt sie rahmen und an die Wand hängen, mit der Cinch binden, wenn ihr mehrere Seiten zusammen habt oder einfach in einem Ordner und Klarsichtfolie sammeln. Es gibt viele Möglichkeiten. Probiert euch aus und viel Spaß dabei.
Zudem benötigt ihr am besten Aquarellpapier oder etwas stärkeres Mixed Media Papier, da bei dieser Technik Wasserfarben zum Einsatz kommen. Nutzt aber gerne das, was ihr dahabt. Anke verwendet noch Schablone und Strukturpaste. Wenn ihr sowas nicht besitzt, lasst es einfach weg.

Material auswählen
Nun wählt ihr den gewünschten Ausschnitt aus. Dieses Reispapier hat das Format A5 – ebenso wie das Aquarellpapier. Ein solches Design wie hier macht es euch einfach. Auf dem Blatt ist sowohl ein Motiv für den Hintergrund gedruckt, aber auch ein Fokuspunkt. Das macht sich Anke zu Nutze. Sie wird die lesende Frau später als Fokus verwenden.
Reispapier könnt ihr ganz normal schneiden, aber auch reißen. Anke empfiehlt den Bereich mit Pinsel und Wasser umranden, den ihr abtrennen wollt. Feucht lässt sich das Papier besser reißen und bleibt auf der Linie, die ihr vorgegeben habt.

Reispapier zerteilen
Habt ihr euren gewünschten Hintergrund, geht es auch schon ans Kleben. Ihr könnt euch vorher eine Skizze von eurer Designidee machen, oder einfach schauen, wo euch der Prozess hinführt. Ein ungefährer Plan hilft jedoch immer.
Anke trägt den Kleber mit einem Schaumstoffpinsel auf. Ganz normale Pinsel gehen auch. Verwendet aber eher ältere Pinsel, denn wenn etwas Kleber in den Borsten zurückbleibt, wir er hart und der Pinsel etwas steif.

Den richtigen Kleber wählen
Tragt den Kleber auf die Bereiche auf, wo ihr später das Reispapier haben wollt. Legt das Reispapier über den Bereich und fahrt mit einer weiteren Kleberschicht über das Papier. Das hat den Vorteil, dass es somit versiegelt ist und ihr ohne Probleme mit Farben, Markern und Pasten darüber arbeiten könnt.

Aufkleben des Reispapiers
Während der Hintergrund trocknet, könnt ihr euch eurem Fokuspunkt annehmen, z. B. ein Stempelmotiv ausschneiden, Ephemera heraussuchen oder (wie Anke) den zweiten Teil des Reispapiers auf ein Reststück Aquarellkarton kleben. Dies tut ihr genau wie im vorigen Schritt. Lasst beides gut trocknen und wascht derweil euren Pinsel aus.

Fokuspunkt aufkleben
Um die Kanten etwas zu verwischen, nutzt Anke Acrylfarbe. Dabei achtet sie darauf, dass die Farbtöne ungefähr zu denen des Reispapiers passen. Diese trägt sie frei auf das Blatt auf. Oft kommt dabei nicht nur ein Pinsel zum Einsatz, sondern auch Spachtel oder Finger. Schaut wie es euch gefällt. Acrylfarbe ist dahingehend sehr praktisch. Solange sie feucht ist, könnt ihr sie mit einem feuchten Tuch wieder abtragen (wenn ihr zu viel vom Motiv zugemalt habt), ist sie aber einmal trocken, könnt ihr immer wieder drüber malen, sollte euch ein Farbton mal nicht gefallen.
Tipp: Lasst euch nicht von etwaigen unansehnlichen Zwischenschritten abschrecken. Das ist normal. Bei Anke sieht es auch sehr oft wüst auf dem Blatt aus. Macht einfach weiter. Wenn ihr im Moment aber keine Muse mehr habt, dann lasst es eine Nacht liegen und schaut mit frischem Blick drauf.

Hintergrund mit Acrylfarbe gestalten 01

Hintergrund mit Acrylfarbe gestalten 02
Gibt es doch ein paar Stellen, mit denen ihr nicht so zufrieden seid, eignen sich Schablonen wunderbar, um sie zu kaschieren. Hierfür wählt am besten ein eher großflächiges Motiv und weiße Paste. Anke empfiehlt die Volume Paste von Stamperia. Sie ist sehr gut formstabil und die erhabene Haptik, sorgt für ein hübsches Detail.
Tragt das Muster nach Gefühl auf – am besten aber an den Stellen, wo Acrylfarbe und Reispapier ineinander übergehen.

Struktur und Dynamik mit Schablone und Volume Paste
Nun wird’s bunt! Diesen Schritt könnt ihr – je nach Vorlieben – weglassen. Aber da Anke Farben gerne mag und es zum Thema der Seite passt, kommen nun Aquarellfarben zum Einsatz. Anke verwendet gerne die von Pébéo, da die Farben schön kräftig leuchten. Aber Achtung: diese Farben verhalten sich eher wie flüssige Tinten als wie klassische Aquarellfarbe. Gebt für den Anfang die Farbe nicht direkt aus der Pipette aufs Blatt, da zu viel Farbe auf dem Papier (gerade, wenn der Untergrund eher trocken ist) eher zu Farbpunkten, als zu Verläufen führt. Bei zu dünnem Papier kann sie auch druchdrucken. Zudem kann sich zu viel Farbe auf dem Papier beim Weiterarbeiten wieder anlösen. Nehmt also die Farbe lieber von einer Palette mit dem Pinsel auf und gebt sie auf die entsprechenden Stellen.

Farbe hinzufügen 01

Farbe hinzufügen 02
Damit alles einheitlich ist, verwendet Anke dieselben Farben auch auf dem Fokuspunkt. Da der Druck des Motivs eher gedeckt und im Vintage-Stil gehalten ist, wird er durch das Auftragen der Farben etwas kräftiger. Deswegen ist es auch wichtig, den Serviettenkleber auch auf dem Motiv anzubringen, so wird das Papier nicht beschädigt.

Fokuspunkt einfärben
Bei Anke darf etwas Glimmer und Gold nicht fehlen. Es verpasst dem Projekt das gewisse Etwas. Hier hat Anke eine der Lunar Pasten von Simon Hurley Create verwendet. Diese trägt sie an der Stelle auf, wo der Fokuspunkt hinsoll. So wird dieser noch etwas mehr hervorgehoben.

Metallische Highlights
Nun ist der Hintergrund fertig.

Fertiger Hintergrund
Bevor ihr alles zusammenklebt, empfiehlt Anke, eure Elemente bzw. den Fokuspunkt einmal auf die Seite zu legen, um zu schauen, ob alles passt und ausbalanciert ist.

Zusammenfügen der Elemente 01

Zusammenfügen der Elemente 02
Passt alles, könnt ihr eure Elemente aufkleben. Noch ein paar Highlights und Rahmen um die Schriften und fertig ist die Art Journal Seite. Ihr könnt sie rahmen und an die Wand hängen, mit der Cinch binden, wenn ihr mehrere Seiten zusammen habt oder einfach in einem Ordner und Klarsichtfolie sammeln. Es gibt viele Möglichkeiten. Probiert euch aus und viel Spaß dabei.

Letzte Details + fertige Seite
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